LectureLab

Aktuelles: Hier finden Sie den ausführlichen Projektbericht.

Gesellschaft befindet sich im steten Wandeln und gerade in den letzten Jahrzehnten nahm diese Dynamik exponentiell zu. Studierende sind von dieser Entwicklung besonders betroffen, da sie zumeist die Träger dieser Veränderungen sind: Sie erlernen die neusten Forschungen und Innovationen direkt an den Universitäten und werden gleichzeitig mit dem Hergebrachten durch die Elterngeneration konfrontiert.

Die Wissensvermittlung spielt in diesem Kreislauf eine besondere Rolle und sollte sich daher gleichfalls stetig an die gesellschaftliche Weiterentwicklung anpassen. Seit mittlerweile knapp 200 Jahren baut die universitäre Lehre auf die Ideale Humboldts auf und ebenso die Lehrformate. Aber weder die Informationsinhalte und -menge noch die Denkmuster und Rahmenbedingungen sind dieselben geblieben.

So hat beispielsweise die Technische Universität München eine gewaltige Entwicklung zu einer der führenden Forschungs- und Lehrinstitutionen Europas durchlaufen und dennoch fällt es vielen unserer Kommilitonen schwer, ihre Fähigkeiten voll auszuschöpfen. Trotz wachsender Studierendenzahlen verwaisen teilweise die Hörsäle. Lehre findet zunehmend allein am heimischen Schreibtisch mittels Büchern, Internet und Onlineaufzeichnungen und –unterlagen statt - ohne den so wichtigen Austausch mit erfahrenen, exzellent ausgebildeten Experten, den Dozenten. Damit läuft die Universität Gefahr, ihre Bedeutung als Ort des Wissenserwerbs und des wissenschaftlichen Diskurses zu verlieren.

Mit dem Ziel die Lehre an die heutige Gesellschaft anzupassen und einer Abwanderung der Studierenden aus dem Hörsaal in das „stille Kämmerlein” entgegenzuwirken, möchten wir, das Projektteam LectureLab, den Dozierenden nach Ablauf unseres Projektjahres eine anwendungsorientierte Sammlung von Lehrmethoden bereitstellen. Diese soll es ihnen erleichtern, ihre Vorlesungen entsprechend zu gestalten. Zudem werden wir uns für die Umsetzung der Vorschläge einzusetzen.

Im ersten Schritt wird eine fragebogenbasierte Umfrage unter Studierenden durchführt, um die optimale Vorlesung entwickeln zu können. Komplettiert wird diese Bestandsaufnahme durch die Recherchen bereits vorhandener Daten, etwa den Ergebnissen der Vorlesungsevaluationen. Aber auch der Stand der wissenschaftlichen Forschung und bereits vorhandene Angebote werden eruiert. Gleichzeitig gilt es auf vorhandenes Expertenwissen zuzugreifen: Besonders wichtig wird also die Zusammenarbeit mit ProLehre sein. Ziel ist es aus den gewonnenen Erkenntnissen Konzepte zu formen, welche daraufhin in einem Pilotprojekt (vrsl. ein mehrtägiges Seminar) getestet werden. Durch die Evaluation des Piloten werden die erfolgversprechendsten Konzepte ermittelt und zusammengefasst und schließlich in einen Leitfaden gebündelt und zur Anwendung angestoßen.

 

Team:

Julian Biendarra, Sarah Braun, Yinshui Chang, Dennis Goldner, Rebecca Metzger, Andrea Schlegel, Daniel Straimer, Madlaina von Hößlin, Anna Wittkowski, Matthias Zipper

Tutor/innen:     

  • Andrea Geipel
  • Matthias Lehner
  • Ann-Kathrin Straub

Mentor/innen: