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EuroTeQ Ignite Bootcamp 2026: Entrepreneurship und europäische Zusammenarbeit in Barcelona
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Von innovativen Ideen zu tragfähigen Geschäftsmodellen
Vom 20. bis 24. Juli 2026 brachte das EuroTeQ Ignite Bootcamp 24 Studierende aus 8 Universitäten der EuroTeQ Alliance an der IESE Business School in Barcelona zusammen. In sieben Teams arbeiteten sie daran, technologiebasierte Lösungsansätze für aktuelle Nachhaltigkeitsherausforderungen weiterzuentwickeln.
Viele dieser Projekte waren zuvor im Rahmen lokaler Challenge-based-Learning-Formate an den jeweiligen Partneruniversitäten entstanden. Das Bootcamp setzte an diesem Punkt an und richtete den Blick stärker auf die unternehmerische Weiterentwicklung: Wie kann aus einer vielversprechenden Idee eine tragfähige Marktchance entstehen? Welchen konkreten Mehrwert bietet eine Lösung für ihre Zielgruppen? Welche Annahmen müssen überprüft werden? Und was braucht es, damit ein Ansatz langfristig umsetzbar und skalierbar wird?
Ein intensives Programm aus Case Studies, Founder Pitches, Mentoring-Sessions und praxisorientierten Inputs zu Geschäftsmodellen und Pitching unterstützte die Studierenden dabei, diese Fragen systematisch zu bearbeiten.
Annahmen hinterfragen und Ideen weiterentwickeln
Ein zentraler Bestandteil der Bootcamp-Woche war die kontinuierliche Weiterentwicklung der Projekte. Die Teams waren gefordert, bestehende Annahmen kritisch zu überprüfen, ihre Value Propositions zu schärfen und ihre Ideen aus einer stärker unternehmerischen Perspektive zu betrachten.
Dabei profitierten sie von der Expertise der IESE Business School sowie von 17 externen Gästen, Gründerinnen und Gründern und Industrieexpertinnen und -experten aus dem IESE-Alumni-Netzwerk. In Workshops, Mentoring-Sessions und persönlichen Gesprächen erhielten die Studierenden unterschiedliche Perspektiven auf die Chancen und Herausforderungen ihrer Projekte.
Der intensive Austausch half den Teams, zentrale Elemente ihrer Geschäftsmodelle zu hinterfragen und ihre Ideen innerhalb kurzer Zeit weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Lernprozess: Feedback produktiv zu nutzen, mit Unsicherheit umzugehen und Konzepte iterativ weiterzuentwickeln.
Sieben Teams aus dem EuroTeQ-Netzwerk
Die sieben Teams brachten unterschiedliche technologische Ansätze und Erfahrungen aus dem gesamten EuroTeQ-Netzwerk nach Barcelona: Plant Tiles von der TUM, PeakResponse von DTU, Aletis von TU/e, BESSaaS von L’X, Pmesh von CTU, BuildRadar von TalTech sowie ELEX mit Studierenden von HEC Paris und EPFL.
Trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte verband sie ein gemeinsames Ziel: ihre Ideen einen entscheidenden Schritt weiter in Richtung realer Anwendung und möglicher Marktfähigkeit zu entwickeln.
Gerade die Vielfalt der Projekte und universitären Hintergründe wurde dabei zu einer wichtigen Ressource. Die Studierenden konnten ihre Ansätze mit anderen Teams diskutieren, voneinander lernen und Perspektiven kennenlernen, die über das eigene Fachgebiet und universitäre Umfeld hinausgingen.
TUM als Teil der europäischen Lernerfahrung
Mit Plant Tiles war auch die TUM in Barcelona vertreten. Das Team war beim Abschluss des EuroTeQ Colliders 2026 an der TUM als „most ready to market“ für das Ignite Bootcamp ausgewählt worden.
Während der Woche entwickelte Plant Tiles seinen Ansatz weiter, hinterfragte zentrale Annahmen und schärfte sein unternehmerisches Konzept. Gleichzeitig war die Teilnahme Teil einer größeren europäischen Lernerfahrung: Die Studierenden arbeiteten Seite an Seite mit Teams anderer EuroTeQ-Universitäten und profitierten von den vielfältigen Perspektiven, Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem gesamten Netzwerk.
Stärkere Zusammenarbeit innerhalb der EuroTeQ Alliance
Ein besonderes Merkmal der diesjährigen Ausgabe war die verstärkte Einbindung der EuroTeQ-Partner in das Programm. Tutor:innen aus verschiedenen Universitäten begleiteten die Teams, gaben Feedback zu den Projekten anderer Hochschulen und diskutierten gemeinsam, wie studentische Projekte bereits vor dem Bootcamp und darüber hinaus bestmöglich unterstützt und weiterentwickelt werden können. Auch die DTU brachte ihre Expertise mit einem Input zu Pitch-Präsentationen ein, von dem die Studierenden bei der Weiterentwicklung und Präsentation ihrer Projekte besonders profitierten. Universitätsübergreifende Feedback-Sessions schufen dabei zusätzliche Möglichkeiten für Austausch und gemeinsames Lernen.
Für die Studierenden bedeutete dies, dass sie nicht nur Rückmeldungen aus ihrem gewohnten akademischen Umfeld erhielten. Unterschiedliche kulturelle, fachliche und unternehmerische Perspektiven halfen ihnen dabei, die eigenen Lösungsansätze neu zu betrachten und weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig bot das Bootcamp den beteiligten Tutor und Kolleg Raum für Austausch. Erfahrungen aus den verschiedenen Universitäten konnten zusammengebracht und neue Ansätze für die gemeinsame Weiterentwicklung von Entrepreneurship Education innerhalb von EuroTeQ diskutiert werden.
Pitching Forum: Die Entwicklung sichtbar machen
Den Abschluss der Woche bildete das Pitching Forum. Hier präsentierten alle sieben Teams, wie sich ihre Projekte während des Bootcamps weiterentwickelt hatten, und brachten die Erkenntnisse der vergangenen Tage in ihren Pitches zusammen. Dabei war jedes Teammitglied gefordert, selbst einen Teil der Präsentation zu übernehmen. Das bot den Studierenden einen wichtigen Lerneffekt: Sie konnten ihre Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten weiterentwickeln und praktische Erfahrung darin sammeln, gemeinsam als Team aufzutreten.
Eine externe Jury aus IESE Alumni stellte kritische Fragen und gab den Teams Feedback zu ihren Konzepten. Das Forum bot damit nicht nur einen Abschluss der gemeinsamen Woche, sondern noch einmal die Gelegenheit, die eigenen Ideen gegenüber erfahrenen externen Perspektiven zu testen.
Europäische Zusammenarbeit über Workshops hinaus
Die europäische Dimension von EuroTeQ zeigte sich nicht nur während der offiziellen Programmpunkte. Der Austausch zwischen Studierenden und Tutor setzte sich über Workshops und Mentoring-Sessions hinaus fort. Ideen wurden diskutiert, Erfahrungen geteilt und neue Verbindungen zwischen Teilnehmenden unterschiedlicher Universitäten geschaffen.
Ein besonderer gemeinsamer Moment war der Besuch der Sagrada Família. Abseits von Business Models, Value Propositions und Pitch Decks bot er Gelegenheit, Barcelona gemeinsam zu erleben. Solche Erfahrungen machten sichtbar, dass europäische Zusammenarbeit nicht allein durch institutionelle Strukturen entsteht, sondern auch durch persönliche Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse.
Entrepreneurship Education als gemeinsame europäische Aufgabe
Das Ignite Bootcamp 2026 zeigte erneut, wie Entrepreneurship Education innerhalb einer europäischen Hochschulallianz gestaltet und weiterentwickelt werden kann: praxisorientiert, international und getragen von unterschiedlichen Perspektiven. Zugleich bietet das Format vielfältige Anknüpfungspunkte für eine weiterführende Begleitung der Projekte. Damit die im Bootcamp entwickelten Ansätze nachhaltig vertieft und weitergeführt werden können, sind zusätzliche Anschlussaktivitäten sowie eine kontinuierliche Zusammenarbeit der Partneruniversitäten besonders wertvoll.
Das Programm ergänzt die Challenge-based-Learning-Aktivitäten der EuroTeQ-Universitäten um eine wichtige unternehmerische Dimension. Studierende erhalten die Möglichkeit, vielversprechende Projekte über ihre lokalen Programme hinaus weiterzuverfolgen und gemeinsam mit Faculty, Expertinnen und Experten, Gründerinnen und Gründern sowie Peers aus Europa an deren nächster Entwicklungsstufe zu arbeiten.
Für die TUM knüpft das Bootcamp unmittelbar an den EuroTeQ Collider an. Während dort interdisziplinäre Teams Lösungen für reale Herausforderungen entwickeln, eröffnet das Ignite Bootcamp ausgewählten Projekten die Möglichkeit, sich vertieft mit Geschäftsmodellen, Marktpotenzial und Skalierbarkeit auseinanderzusetzen.
Gemeinsam den nächsten Schritt gestalten
Mit dem Ende der Bootcamp-Woche endet die Entwicklung der Projekte nicht. Die Tutor begleiten die Teams bereits vor dem Aufenthalt in Barcelona und unterstützen sie auch darüber hinaus dabei, geeignete nächste Schritte und weitere Entwicklungs-möglichkeiten zu identifizieren.
Gleichzeitig liefert die diesjährige Ausgabe wichtige Impulse für die weitere Zusammenarbeit innerhalb der EuroTeQ Alliance. Die stärkere Beteiligung der Partneruniversitäten zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Expertise, Erfahrungen und Netzwerke noch enger miteinander verbunden werden.
Damit steht das Ignite Bootcamp für einen zentralen Anspruch von EuroTeQ: Studierende über Universitäts- und Ländergrenzen hinweg zusammenzubringen, unternehmerisches Denken zu fördern und innovative Ideen gemeinsam einen Schritt näher an nachhaltige Wirkung und reale Umsetzung zu bringen.