Am Donnerstag, 20.11.2014, konnte eine Gruppe der TUM: Junge Akademie einen Blick in die Volkssternwarte München werfen. Wobei der Begriff "Volk" hier wörtlich zu nehmen ist. Wie bei jedem anderen Verein treffen sich hier Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen und beobachten die Himmelskörper. Zu Anfang wurde die momentan wahrscheinlichste Theorie zur Mondentstehung vorgestellt: eine Doppelkollision der Erde mit einem anderen Planetoiden.
Nach den folgenden Details zur Wirkung des Mondes auf Erdumdrehung, Erdachse und Gezeiten ging es auf die Dachterrasse. Im Laufe der Jahre sammelten sich dort Teleskope unterschiedlicher Bauart und Technik an. Leider verwehrten Wolken Einblicke in den nächtlichen Himmel, besonders klar wurde aber das Problem der Luftverschmutzung. Neuperlach zeichnete sich am südlichen Horizont als Leuchtglocke ab und aus Norden bereitet ein neues Bürogebäude den Hobbyastronomen sorgen.
Beim anschließenden Besuch im Ausstellungsraum wurde die Entstehung unseres Sonnensystems erläutert. Warum sind die Gasplaneten dort, wo sie sind? Wie sieht die Atmosphäre auf der Venus aus? Warum heißt Uranus nicht mehr Georg?
Auch durfte jeder einmal einen ca. 5 Kg schweren Eisenmeteorit und einige kleinere Meteoriten in den Händen halten. Und Meteorit ist nicht gleich Meteorit, die Details machen den Unterschied.
Da die Himmelsbeobachtung heute nicht möglich war, war die nächste Station das selbstgebaute Planetarium. Der Projektor stammte aus DDR Zeiten. Astronomie war ehemals Schulfach in der DDR, sodass nach der Wende alte Projektoren günstig zu haben waren. Viele hilfreiche Tricks wurden erklärt, um die einzelnen Sterne und Sternbilder im realen Himmel wiederzufinden. So ist der Große Bär leicht zu erkennen, nachdem man erstmal sein Hinterteil ausgemacht hat: den Großen Wagen. Dem künstlichen Sonnenaufgang im Planetarium folgte der Heimweg in die reale Nacht - aber mit einem spannenden Besuch im Gepäck.
Der Besuch der Bayerischen Sternwarte wurde durch die Taskforce EVENT organisiert.
Bericht: Martin Kaumanns