Im vergangenen Oktober fand wieder einmal die festliche Jahreskonferenz der TUM: Junge Akademie statt. Ein Bericht von Tim Lauer.
Now or Never - Ein Jahr TUM: Junge Akademie
„Now or never“ nach dem Song „It’s my life“ von Jon Bon Jovi hätte gut als Titel der festlichen Jahreskonferenz der TUM: Junge Akademie am 28. Oktober gepasst. Mit dem diesjährigen festlichen Zusammentreffen zwischen Advisory Board und allen Mitgliedern der TUM: Junge Akademie wurde nicht nur das einjährige Bestehen der TUM: Junge Akademie gefeiert. Die Andrea von Braun Stiftung ehrte ebenfalls drei Projektteams des vergangenen akademischen Jahres 2010/2011 für ihre außerordentlichen Ergebnisse: Den mit 6 000 Euro honorierten ersten Preis erhielt das Team „Autarke Gemeinde“.
Das interdisziplinäre Team stellte sich die Frage, welcher Energiemix im Landkreis Freising zukunftsfähig sein könnte und welche Chancen und Risiken die Energiewende vor Ort birgt. Am Ende stand dann ein Konzeptpapier für die selbstständige Versorgung mit elektrischer Energie und Wärme des Landkreises bis 2035.
Über jeweils 2 000 Euro konnten sich die zweitplatzierten Projekte um „OneMinuteScience“ und „Müll als Ressource“ freuen. Das Team um „OneMinuteScience“ wollte Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen einfache Antworten auf durchaus komplexe wissenschaftliche Sachverhalte geben und diese damit für Wissenschaften begeistern. Alltagsfragen wie zum Beispiel:„Warum ist der Himmel blau?“ oder „Warum färben sich die Blätter im Herbst?“ wurden von Wissenschaftlern in kleinen Videos beantwortet. Die Schwierigkeit für die Forscher bestand darin, sich in den dafür gedrehten Videos auf genau eine Minute zur Beantwortung der Fragen zu beschränken.
Auf welche Weise weggeworfener Müll selbst wieder als Ressource dient, erforschte das dritte Gewinnerteam. Anhand von PET-Kunststoff und Elektronikschrott haben die Studierenden Recyclingpotentiale identifiziert und verschiedene Konzepte wie ein Gütesiegel oder RFID-Etiketten entwickelt.
Im Anschluss durften die diesjährigen Akademiemitglieder ihre Teilnehmerzertifikate als Auszeichnung in Empfang nehmen. Die Veranstaltung wurde insgesamt beeindruckend von den Stipendiaten Miriam Ostermaier und Philipp Koppitz durch das Duett „Allegro comoco“ für Violine Violoncello in C-Dur von Ludwig van Beethoven auf musikalische Weise ergänzt, sowie durch Andreas Kratzert, der ein besonderes Geschick für die Wahl seiner Songs an den Tag legte. Seine Interpretation des Lieds „It’s my life“ von Jon Bon Jovi traf genau die Stimmung der Gäste in der Immatrikulationshalle.
Beim Ausklang der Festveranstaltung wurde noch reichlich über die verschiedenen Ideen und Konzepte diskutiert und gesprochen. Es wurde aber auch bereits der ein oder andere forschende Blick auf die Themen des nächsten Jahrgangs geworfen und man darf bereits mit Spannung auf die Jahreskonferenz 2012 warten, wenn sich die gerade entwickelnde Akademiefamilie erneut ein großes Stell-Dich-Ein gibt und neue innovative Ideen zu Themen wie „Bewusster Umgang mit Wasser“ und „Energiewende“ diskutiert und auszeichnet.
Ein Bericht von Tim Lauer ( Mitglied der TUM: Junge Akademie)
Kontakt: jungeakademie(at)zv.tum.de